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Gartenschönheiten – Schöne Gärten

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Gärten sind so alt wie die Menschheit. Gärten faszinieren. Sie sind Lebens- und Charakterschule, man lernt Geduld, man lernt die Bedingungen der Pflanzen zu erkennen und zu respektieren. Man lernt, dass nichts wächst ohne Wurzel, man lernt, dass alles seine Zeit hat. Der große Potsdamer Staudenzüchter und Gartenphilosoph, Karl Foerster, hat unzählige Mal auf die Bedeutung von Gärten für Menschen hingewiesen. „Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt“, meinte er und hatte wohl recht. „Auch ein kleiner Garten ist eine endlose Aufgabe“, schrieb er und „es besteht keine Gefahr, dass die Arbeit im Garten allzu gering wird.“ Er warnte allerdings auch vor Selbstzufriedenheit: „Wer mit seinem Garten schon zufrieden ist, verdient ihn nicht.“ In der Frühjahrsausgabe widmen wir nun den Gärten das Titelthema. Ein schönes Thema, das kein Ende nehmen will. „Gemeinsame Gartenfreude mit geliebten Menschen gehört zu den herzbewegensten Hochbezirken des Daseins“, schrieb Foerster. Und er hatte auch hier recht. Über ihre Gärten kommt man Menschen näher. Doch schauen Sie einfach die Gärten an, die wir hier mit Unterstützung der Urania Potsdam vorstellen, besuchen Sie die Gärten und Gartenlesungen. Oder setzen Sie sich in Ihren eigenen Garten, laden Gäste ein und lassen sich einladen. Gartenrunden sind etwas Wunderbares, ein Stück vom Paradies, gleichgültig wie groß der Garten ist. Und wer nicht selber über einen Garten verfügt, der kann die öffentlichen Garten und Parks nutzen; fahren Sie auch ins Land Brandenburg, nach Groß Ziethen, nach Groß Behnitz und anderen grünen Oasen. Nehmen Sie den Picknick-Korb mit, kehren Sie ein, genießen Sie Natur, Kultur und Kulinarik! Sie werden merken, wie gut das tut, „Raus ins Jrüne“ hieß das früher. Und da der Frühling in diesem Jahr schon da ist, brauchen Sie auch nicht zu warten, bis „Strom und Bäche vom Eise befreit“ sind. Übrigens gibt es ältere Menschen, die sich über Hilfe und Unterstützung im Garten freuen. Das hat den Vorteil, dass man gleich von erfahrenen Gärtnern lernt. Und glauben Sie ja nicht, das bisschen Gärtnern… Da komme ich noch einmal zurück auf Karl Foerster, der am Ende seines langen, erfüllten Gärtnerlebens sagte: „Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, werde ich wieder Gärtner - und das nächste Mal auch noch. Denn für ein einziges Leben ward dieser Beruf zu groß.“

Liebe Leserinnen und liebe Leser, wir wünschen uns, dass Ihnen die aktuelle Ausgabe des Potsdamlife - Magazins gefällt, und freuen uns auf jede Reaktion von Ihnen. Schreiben Sie uns, abonnieren Sie uns, empfehlen Sie uns und haben Sie viel Freude beim Lesen und beim Durchblättern dieses Magazins.

Ihre Natalie S. K. Gommert (Chefredakteurin und geschäftsführende Gesellschafterin)

alle_ausgaben/frühling_2014/editorial.txt · Zuletzt geändert: 2015/02/21 10:27 von luftpost

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